Pflege

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Chinchilla, Frettchen, Kaninchen, Ratten & Co.

Pilzbefall und Ektoparasiten
Pilzerkrankungen bei Chinchillas sind nicht selten. Pilzinfektionen sind an schuppigen verkrusteten Fellpartien, verbunden mit Haarausfall, zu erkennen. Die Augen und die Nase sind verklebt. Die Übertragung geschieht durch direkten oder indirekten Kontakt.
Pilzinfektionen haben eine besondere Bedeutung, da einige Arten auf den Menschen übertragbar sind. Wichtig ist ein regelmäßiges Händewaschen nach Berührung eines infizierten Tieres.
Bei einem Befall des Tieres mit Ektoparasiten ist es unbedingt erforderlich, die Einstreu zu wechseln und den Käfig gründlich zu desinfizieren und zu reinigen. Das Tier sollte einem Tierarzt vorgestellt werden, um die Ektoparasiten zu diagnostizieren und eine Behandlung einzuleiten.

Alopezie (Kahlstellen)
Kahlstellen im Fell entstehen durch das häufig beobachtete Fellbeißen. Ursache für Fellbeißen ist meist Stress, verursacht durch zu wenig Lebensraum, Lärm und Unruhe. Bei Fellbruch wird im Bereich des Lendenwirbels das Fell schütter. Die Haarspitzen sind gebrochen, die Unterwolle verfilzt. Als Ursache gilt ein Mangel an Vitamin B, erbliche Veranlagung ist nicht auszuschließen. Die Verwendung von falschem Badesand kann ebenfalls zu Fellbruch führen.

Flöhe
Flöhe verursachen starken Juckreiz. Die Folge: das Tier beginnt sich pausenlos zu kratzen, wirkt nervös und kann sogar die Nahrungsaufnahme verweigern. Kontrollieren Sie mit einem Flohkamm, ob der Juckreiz tatsächlich von Flöhen herrührt. Beim Tierarzt erhalten Sie effektive Mittel gegen Flohbefall. Da Flöhe sich zu ca. 80 % in der Umgebung eines infizierten Tieres aufhalten, behandeln Sie nicht nur das Tier, sondern auch den Stall und die Schlafkiste. Desinifizieren Sie den Stall gründlich.

Zahnanomalien
Wie bei allen Nagetieren, wachsen auch beim Meerschweinchen die Zähne kontinuierlich nach. Angeborene Fehlstellungen der Zähne, Deformationen des Unter- und Oberkiefers, falsche Fütterung und damit verbundenen mangelhaften Abrieb der Zähne können zur Verlängerung der Backen- und Schneidezähne führen, wodurch es zur Störung der normalen Bewegungsabläufe beim Kauen kommen kann, die sich als Fressschwierigkeiten äußern. Bei einer Verlängerung der Backenzähne kommt es zur Bildung von scharfen Kanten, da die Zähne nicht mehr gleichmäßig abgerieben werden, die beim Kauen die Zunge verletzen können. Ein extrem starkes Längenwachstum der Backenzähne kann zu einer sogenannten „Brückenbildung" führen, bei der die Zähne in der Mitte aufeinanderstoßen und die Zunge einschließen, die dadurch nur eingeschränkt bewegt werden kann. Das Tier verweigert jegliche Nahrung, es geht zum Fressnapf, versucht zu fressen und wendet sich wieder ab. Bei Fehlstellungen der Backenzähne kommt es meist zu verstärktem Speichelfluss, Unterkiefer und Hals sind meist naß. Durch die verringerte Nahrungsaufnahme kommt es zur Abmagerung der Tiere. Bei Fehlstellungen der Zähne sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, der eine Korrektur vornimmt.

© Tierärztliche Klinik für Kleintiere GbR Dr. Düring und Dr. Düring  2009&
© Tierservice Dr. Düring und Düring GbR  2009

 

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