Gesundheit

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Das gesunde Chinchilla - Worauf Sie achten sollten:

  1. Das Fell ist gleichmäßig duftig, dicht und weich.
  2. Die Augen sind glänzend klar. Die Augenumgebung ist trocken. Ausfluss und Verschmutzung deuten auf eine Bindehautentzündung oder eine Augenverletzung hin.
  3. Die unteren Nagezähne sind länger als die oberen. Normal sind die Zähne gelb-orange. Zu helle Zähne deuten auf Kalkmangel hin.
  4. Die Ohren sind sauber mit glattem Rand. Achten Sie auf Bissverletzungen.
  5. Der After ist sauber. Nur bei unsauberer Haltung oder starkem Durchfall ist die Afterregion verschmiert.
  6. Die Sitzbretter sind sauber, der Kot ist in kleine Bällchen geformt. Bei Durchfall klebt der Kot am Sitzbrett bzw. verschmiert.

Durchfall
Die Ursachen für Durchfall bei Chinchillas sind sehr vielfältig. Aufgrund seines langen Verdauungsapparates und der langen Passagezeit des Futters durch den Darmtrakt reagiert das Chinchilla anfällig auf abrupte Fütterungswechsel und falsche Fütterung oder Fütterung mit zu geringem Rohfaseranteil (Heu). Andere äthiologische Faktoren können Bakterieninfektionen, Virusinfektionen, Würmer und andere Darmparasiten sein. Schimmliges Heu oder andere Futtermittel sind oft Auslöser von Darmproblemen. Auch eine Verabreichung von Antibiotika (oral) oder eine Verweigerung von Nahrung über mehrere Tage kann zu einer Störung der normalen Darmflora führen und Durchfall auslösen.
Durchfall erkennt man an der weichen, klebrigen manchmal schmierigen Konsistenz der Kotbällchen. Bei Auftreten von Durchfall sollten Sie sofort alle Leckerbissen absetzen. Die Futterpellets sollten für ein bis zwei Tage weggelassen werden. Geben Sie dem Chinchilla morgens und abends eine ¼ altbackene Weizensemmel. Wird Der Kot wieder fest, kann die Ernährung allmählich auf Futterpellets umgestellt werden. Wenn das Tier deutliche Krankheitszeichen (Nahrungsverweigerung, Apathie) zeigt und der Durchfall von flüssig-schleimiger Konsistenz ist, suchen Sie sofort den Tierarzt auf. Nehmen Sie außerdem eine Kotprobe mit. Werden mehrere Chinchillas zusammen gehalten und nur ein Tier ist erkrankt, sollte es sofort von den gesunden Tieren getrennt werden. Der Käfig bzw. Stall ist gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, um eine Ansteckung anderer Tiere zu minimieren. Da einige Durchfallerkrankungen auch auf den Menschen übertragbar sind, ist es wichtig, bei jedem Kontakt mit dem Tier sich die Hände zu waschen.

Kaninchen

RHD - Rabbit Haemorrhagic Disease
RHD ist eine Virusinfektion. Das Virus trat 1984 erstmalig in China auf. RHD wird direkt oder indirekt übertragen. Infiziertes Grünfutter , Ausstellungen, Züchtertreffen scheinen bei der Übertragung eine wichtige Rolle zu spielen. Übertragung durch Insekten wird nicht ausgeschlossen. Wild- und Hauskaninchen werden gleichermaßen betroffen. Als haemorrhagisches Fieber ist der Verlauf der menschlichen Ebolaerkrankung ähnlich. Das Virus hat eine Inkubationszeit von 1-3 Tagen. Symptome sind: Apathie, Atembeschwerden, Fieber und Blutungen aus den Atemwegen. Meist verenden die Tiere unter Erstickungskrämpfen.
Zur Vorsorge kann das Tier geimpft werden. Über das Autreten von RHD informieren die Veterinärämter.
Myxomatose ist eine Virusinfektion. Das Virus wird durch blutsaugende Insekten (Mücken, Bremsen) von Wild- auf Hauskaninchen übertragen. Das Virus hat eine Inkubationszeit von 3 - 5 Tagen. Tränenfluss, Entzündung, Rötung und Schwellung der Augenlieder sind die ersten Symptome. Darauf folgen weitere Schwellungen am Kopf (Löwenkopf), Gliedmaßen und den Genitalien. Die Tiere sterben nach wenigen Tagen. Eine Heilung ist nicht möglich.
Zur Vorbeugung kann das Tier geimpft werden. Die Impfung muss halbjährlich wiederholt werden. Über das Auftreten von Myxomatose informieren die Veterinärämter.

Meerschweinchen

Erkrankungen der Atmungsorgane
Beim Meerschweinchen sind die Atmungsorgane neben den Verdauungsorganen am häufigsten erkrankte Organe. Pneumonien (Lungenentzündungen) sind häufige Todesursache bei Meerschweinchen, die von einer Vielzahl von Erregern (Bakterien/Viren) ausgelöst werden und nur schwer therapierbar sind bzw. zu spät erkannt werden. Einige Erreger werden vom Menschen oder anderen Tieren (Hund/Katze) auf das Meerschweinchen übertragen. Einen starken Einfluss auf die Ausbreitung und Schwere der Infektion haben. Änderung der Haltungsbedingungen (zu hohe Temperaturen/zu niedrige, zu hohe Luftfeuchtigkeit) und Fütterungsumstellungen sowie eine Vielzahl von anderen Problemen, die die Widerstandsfähigkeit der Meerschweinchen mindern. Die klinischen Symptome sind bei den verschiedenen Erregern sehr ähnlich. Die Tiere zeigen ein sehr ruhiges Verhalten, sind teilnahmslos und nehmen keine Nahrung mehr auf. Es kommt zu Nasenausfluss und die Nasenränder verkleben. Die Meerschweinchen niesen sehr häufig und reiben die Nase auf dem Boden oder kratzen sich mit den Vorderpfoten an der Nase. Trotz Therapie sind die Heilungsaussichten sehr schlecht, deshalb sollte bei geringsten Anzeichen von einer Erkrankung der Atemwege ein Tierarzt aufgesucht werden. Kommt es zu Erkrankungen bei Tieren, die zusammen gehalten werden, müssen die gesunden Tiere von den kranken unverzüglich getrennt werden, um eine Ausbreitung zu minimieren. Der Käfig bzw. Stall muß gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Zur Vorbeugung ist es ratsam, die Tiere ausreichend mit Grünfutter und Vitaminen, vor allem während der Wintermonate, zu versorgen. Es empfiehlt sich, frisches Grünfutter einzufrieren und es dem Meerschweinchen im Winter zu füttern.

Ratten

Tumorerkrankungen
Bei Ratten, besonders bei älteren Tieren, treten sehr häufig Tumorerkrankungen auf. Die Ursache liegt in der Geschichte der Zuchtratte als Versuchstier. Die Tiere wurden auf Krebsanfälligkeit gezüchtet. Meist handelt es sich um Geschwülste an Flanken und Beinen. Diese Wucherungen lassen sich leicht ertasten. Innere Organe werden seltener von Tumoren betroffen. Wenn es sich um gutartige Tumore (Zysten) handelt, ist eine Operation möglich und nützlich. Ratten zeigen erst im Endstadium einer Krebserkrankung Symptome wie Appetit- und Interessenlosigkeit. Bei Feststellung von Geschwülsten ist es ratsam, mit dem Tierarzt eine Entscheidung zu finden.

© Tierärztliche Klinik für Kleintiere GbR Dr. Düring und Dr. Düring  2009&
© Tierservice Dr. Düring und Düring GbR  2009

 

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