Ernährung

[ernahrung]

Kaninchen
In der Regel werden Heimkaninchen mit Fertigfutter, Grünfutter, Wurzelfrüchten und ein wenig Heu gefüttert. Zu beachten ist, dass der Nährstoffanteil nicht zu hoch ist. Der Rohfaseranteil muss hoch genug sein, um Verdauungsproblemen und Verfettung vorzubeugen. Im extrem großen Blinddarm, der bis zu ein Drittel des Bauchraumes ausfüllt, erfolgt der mikrobielle Aufschluss der Rohfaser. Der aufgeschlossene Nahrungsbrei ist sehr vitaminreich. Um diesen besser auszunutzen, frisst das Kaninchen seinen Blinddarmstuhl (Kopophragie), die kleinen, hellen und weichen Kotkugeln, direkt vom After. Die Reste des Kots finden sich gelegentlich im Stall. Diese sind aber nicht mit Durchfall zu verwechseln.

Meerschweinchen
Das Meerschweinchen hat einen sehr langen Darmkanal (über 2m), um die Zellulose aufzuspalten. Daher nimmt die Verdauung eine sehr lange Zeitspanne in Anspruch (bis zu einer Woche). Daher empfiehlt es sich, das Futter möglichst gleichmäßig zusammenzustellen und abrupte Fütterungswechsel zu vermeiden. In den Zoofachgeschäften werden eine Vielzahl von Alleinfuttermitteln angeboten, die auf die Ernährungsweise des Meerschweinchens abgestimmt sind. Zusätzlich kann Gras, Löwenzahn, Chicorèe, Salat und kleine Mengen Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Äpfel, Birnen und hartes Brot angeboten werden.
Da das Meerschweinchen in der Wildbahn durch die kontinuierliche Ernährung mit frischem Gras und Kräutern die Fähigkeit der Vitamin-C-Synthese verloren hat, ist darauf zu achten, dass es mit Vitamin C ausreichend versorgt wird. Ist keine ausreichende Vitamin-C-Versorgung über das Grünfutter gewährleistet, sollte Ascorbinsäure über die Tränke zugesetzt werden.

Ratten
Ratten sind Allesfresser. Ratten werden am besten mit handelsüblichem Komplettfutter ernährt. Diese Fertigmischungen sind optimal auf die Bedürfnisse des Tieres zugeschnitten. Ratten können zusätzlich mit Obst, Gemüse, Käse oder Kartoffeln gefüttert werden. Mit ungeschälten Haselnüsse kann man die Tiere zum Nagen animieren. Mit täglich etwas Heu oder Hafer werden Verdauungsstörungen verhindert. Der Futternapf sollte aus Steingut sein. Plastiknäpfe werden sehr bald angenagt. Eine Nippeltränke mit frischem Wasser muss ständig zur Verfügung stehen. Der Futternapf sollte immer gefüllte sein, damit Sie wann immer Sie wollen fressen können.

Frettchen
Frettchen sind Fleischfresser. Als Grundnahrung kann Fertignahrung für Katzen verwendet werden. Als Ergänzungsnahrung können Innereien, gegarter Fisch aber auch Babynahrung, Früchte, Kartoffeln, Quark oder gekochte Eier angeboten werden. Das Frettchen leidet sehr schnell unter Vitamin- und Kalkmangel. Im Fachhandel und beim Tierarzt sind geeignete Präparate zur Ergänzung erhältlich. Frisches Wasser muss ständig zur Verfügung stehen. Ein erwachsenes Frettchen benötigt am Tag ca. 100-150 g Nahrung, die dreimal am Tag gereicht werden sollte.

Chinchillas
Chinchilla werden am besten mit speziellen kompletten Futtermischungen für Chinchillas und richtig getrocknetem Heu ernährt. Verwenden Sie kein anderes Futter. Als gelegentliche Leckerbissen empfehlen sich kleine Apfel- oder Karottenstücke, einzelne Rosinen oder Nusshälften oder getrocknete Hagebutten. Geben Sie die Leckerbissen nur in kleinen Mengen. Der Verdaungsapparat des Chinchillas ist auf die Verwertung karger Hochlandgräser eingerichtet. Zudem nimmt die Futtersuche frei lebender Tiere wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Vor allem Jungtiere neigen zum Überfressen. Gelegentlich können sie Waldkräuter in das Heu mischen. Reichen Sie das Futter abends, zum natürlichem Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. Mit einer Nippeltränke werden die Tiere mit frischem Wasser versorgt.

© Tierärztliche Klinik für Kleintiere GbR Dr. Düring und Dr. Düring  2009&
© Tierservice Dr. Düring und Düring GbR  2009

 

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