Gesundheit

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Würmer im Darm
Ursache und Übertragung:
Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die die Katze befallen können: Spul-, Haken- und Bandwürmer. Die erwachsenen Spul- und Hakenwürmer leben im Darm und geben Eier ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Eier sind so klein, daß sie mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Aus den Eiern der Spul- und Hakenwünner entwickeln sich Larven, die zum Beispiel durch die Aufnahme verunreinigten Futters aufgenommen werden können. Bei Bandwürmern sind auch rohes Fleisch, kleine erbeutete Nagetiere oder Flöhe wichtige Ansteckungsquellen. Nach dem versehentlichen Verschlucken von Spulwurmeiern durch den Menschen können sich im menschlichen Körper "wandemde Larven" entwickeln. Auch einige Bandwürmer der Katze einschließlich des Fuchsbandwurms, den die Katze auch beherbergen kann, können zum Teil sehr gefährliche Organschäden beim Menschen hervorrufen.

Krankheitsanzeichen:
Bei starkem Befall können die wie Spaghettinudeln aussehenden Spulwürmer auch im Kot sichtbar sein oder erbrochen werden. Die ebenfalls im Darm lebenden erwachsenen Bandwürrner geben - je nach Art - entweder auch Eier oder ganze Glieder ab, die sich anfangs noch bewegen, später eintrocknen und dann wie Reiskörner aussehen.

Vorbeugung und Behandlung:
10 Tips um Katzen und Menschen vor Wurmerkrankungen zu schützen:

    1. Entwurmung der Katze: Man kann regelmäßig in bestimmten Abständen entwurmen. Dabei weiß man aber nie genau, ob die Intervalle zu kurz oder zu lang sind, außerdem kennt man die zu bekämpfenden Wurmarten nicht. Besser ist es, Kotproben in der tierärztlichen Praxis untersuchen zu lassen. Es kann sinnvoll sein, an drei aufeinanderfolgenden Tagen je eine haselnußgroße Kotmenge zu entnehmen und gemeinsam untersuchen zu lassen, weil die Eiausscheidung nicht täglich stattfinden muß. Mit bestimmten Methoden werden die Eier konzentriert und unter dem Mikroskop identifiziert. Auf diese Weise kann gegen die betreffenden Wurmarten gezielt und mit individuell abgestimmten Intervallen behandelt werden. Jede Wurmbehandlung ist nur gegen die bereits vorhandenen Würmer wirksam und hat keinen vorbeugenden Effekt. Bei freilaufenden Katzen, die die Gelegenheit haben, erbeutete Tiere zu verzehren, ist die Entwurmung mit einem speziellen Bandwurtnmittel auch ohne vorherige Kotuntersuchung in regelmäßigen Abständen empfehlenswert.
    2. Täglich die Katzentoilette reinigen.
    3. Regelmäßiges Wischen und Staubsaugen in der Wohnung sowie Waschen von Tüchern und Decken, auf denen die Katze liegt.
    4. Abwaschen der Eß- und Trinknäpfe nach jeder Mahlzeit.
    5. Kein rohes Fleisch füttern
    6. Flöhe bekämpfen (Flöhe können Bandwürmer übertragen).
    7. Von der Katze erbeutete Tiere (z.B. Mäuse) sofort wegnehmen.
    8. Waschen der eigenen Hände, insbesondere vor dem Essen, nach dem Reinigen der Katzentoilette, nach der Gartenarbeit sowie bei Kindern auch nach dem Spielen im Sandkasten.
    9. Der Katze kein Küßchen geben.
    10. Fallobst, bodennahe Früchte sowie Gemüse aus dem Garten gründlich waschen.

Felines Urologisches Syndrom
Es können die oberen Harnwege, also Nierenbecken und Harnleiter und die unteren Hamwege, also Harnblase und Hamröhre erkranken. Symptome sind tröpfelnder, schmerzhafter oder häufigerer Harnabsatz, Blut im Harn oder fehlende Harnentleerung. Die Gruppe dieser Krankheitszeichen wird als Felines Urologisches Syndrom (F.U.S.) zusammengefaßt.
Eine der Ursachen, die zum F.U.S. führen, ist die Bildung und Ansammlung von Harngrieß oder Harnsteinen. Davon können Kätzinnen und Kater gleichermaßen betroffen sein. Bei der männlichen Katze passiert es jedoch häufiger, daß sich Harnsteine in der engeren und längeren Harnröhre festsetzen und dadurch gefährliche Hamröhrenverstopfungen verursachen. Die Harnsteine der Katze bestehen meistens aus Magnesium-Ammonium-Phosphat (=Struvit). Man hat beobachtet, daß Katzen, die sich in erster Linie von gefangenen Mäusen ernähren, einen sauren Harn ausscheiden und kaum an Struvit - Steinen leiden. Bei saurem Harn können sich diese Steine nicht bilden.
Es gibt heute Diäten für Katzen, die so zusammengesetzt sind, daß sie zu saurem Harn führen. Dadurch wird die Bildung von Struvit-Steinen vermieden, bereits vorhandener Hamgrieß kann in vielen Fällen sogar aufgelöst werden. Die Futtermittelhersteller sind bemüht, diese Erkenntnisse auch bei der Produktion der normalen Katzenfutter zu berücksichtigen. Dadurch könnte die Entstehung von Harnsteinen bei der Katze in den meisten Fällen verhindert werden. Der Magnesiumgehalt alleine sagt entgegen früheren Annahmen nicht viel über die hamsteinverhütenden Eigenschaften eines Futters aus.
Die genannten Krankheitsanzeichen können durch Hamsteine verursacht werden oder z.B. Folge einer "einfachen" Blasenentzündung sein. Nur die bald durchgeführte tierärztliche Untersuchung führt zu einer klaren Diagnose. Im Fall eines Harnröhrenverschlusses müssen sofort lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden.

© Tierärztliche Klinik für Kleintiere GbR Dr. Düring und Dr. Düring  2009&
© Tierservice Dr. Düring und Düring GbR  2009

 

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